Cloudera-Alternative: Wieso Stackable nun für viele Nutzer attraktiv ist

Es ist in der Big Data & Open Source Community eine eher unscheinbare Neuigkeit, die aber – ist man von ihr betroffen – deshalb nicht weniger durchschlagend ist: Was im Herbst 2020 als eher beiläufige Website News wenig Beachtung fand oder gar Beunruhigung hervorrief, bedeutet für Nutzer des Softwareherstellers Cloudera nun einen ganz wesentlichen Einschnitt in der Nutzung deren Produkte und Services. Mit Wirkung zum 5. Februar 2021 hat Cloudera sämtliche Repositories, einschließlich aller – bisher frei verfügbaren – älteren Versionen hinter eine Paywall gestellt. Damit ist der Zugang ab sofort nur noch für zahlende Kunden möglich.

We announced last year that, beginning November 2019, all new releases, including version updates and maintenance releases of current software, would only be accessible via the paywall. This access is granted with a valid Cloudera subscription and requires the use of specific credentials. (Cloudera im Oktober 2020)

Der 2008 gegründete Hersteller von Software im Umfeld von Apache Hadoop ist seit Beginn des Big Data Trends untrennbar mit dieser Erfolgsgeschichte verbunden. Als erste Firma in diesem Bereich erfreute sich die Cloudera Distribution including Apache Hadoop (CDH) stetig wachsender Beliebtheit – nicht zuletzt durch die frei verfügbare Express Edition, mithilfe derer viele Business Use Cases umsetzbar waren.

Bereits 2019, nach dem Merger mit Hortonworks, kündigte Cloudera, als letzte am Markt verbleibende Hadoop Distribution, weitreichende Änderungen am Produktportfolio und den Lizenzbedingungen an, darunter die Einstellung der kostenlosen Varianten der bisherigen Distributionen (CDH und HDP).

Cloudera-Paywall: Was bedeutet das nun für die Nutzer?

Die aktuellen Änderungen am Cloudera-Lizenzmodell haben für Nutzer des Softwareherstellers aber deutlich weitreichendere Folgen. Für Nutzer der Cloudera-Services bedeuten sie konkret:

  • Sämtliche Cloudera-Dienste – ob neu oder bereits längerfristig bestehend – sind ab sofort für Nutzer nur mit zusätzlicher Subscription zugänglich.
  • Selbst das simple Hinzufügen eines weiteren Servers könnte zu Problemen führen, sofern nicht in Vorbereitung auf diesen Schritt ein Spiegel der Cloudera Repositories angelegt wurde.
  • Aufgrund der restriktiven Lizenz, unter die Cloudera seine Downloads gestellt hat, ist es rechtlich auch nicht zulässig, heruntergeladene Pakete anderen Firmen zur Verfügung zu stellen, da dies eine lizenzwidrige Verbreitung der Pakete bedeuten würde.
  • All diese Punkte sind ergänzend zu den bereits 2019 in Kraft getretenen Änderungen, aufgrund derer bereits seit mehr als einem Jahr keine (Sicherheits-)updates für die Express Edition zur Verfügung stehen.

Nutzern, die ab sofort keinen Zugriff mehr auf  Cloudera-Pakete haben, bleiben zwei Möglichkeiten: Der Abschluss eines kostenpflichtigen Cloudera-Abonnements oder der Wechsel zu anderen Diensten.

Zahlreiche dieser Nutzer haben sich im Zuge ihrer Suche nach Cloudera-Alternativen in den letzten Wochen und Monaten mit uns in Verbindung gesetzt. Viele unserer Kunden möchten Big Data Software weiterhin im eigenen Rechenzentrum nutzen, sich aber nicht den Weg in die Cloud verbauen. Dieser hybride Anspruch stand beim Design unserer Lösung im Zentrum der Überlegungen.

Stackable: Die Basis für erfolgreiche Datenplattformen

Stackable ist das Ergebnis einer Community von über 30 Unternehmen, die es sich seit 2019 zum Ziel gesetzt hat, gemeinsam die Entwicklung einer alternativen Open-Source-Distribution für das Big Data Ökosystem aktiv voranzutreiben. Stackable erlaubt es, Datenplattformen flexibel auf Grundlage modernster Open-Source-Software (wie z.B. Apache Kafka, Apache Spark, Apache NiFi uvm.) aufzubauen und zu betreiben. Zudem setzen wir auf:

  • Vielfältige Expertise: Unser Gründerteam hat jahrelange Erfahrung im Big Data, Cloud und Open Source Umfeld. Als Committer, Contributor und Berater haben über die Jahre gelernt, was datengetriebene Unternehmen von einer modernen Distribution erwarten. Diese Expertise fließt nun in die neue Stackable Plattform ein.
  • Flexibilität: Auch, wenn wir unsere Lösung stetig weiterentwickeln, hängen wir niemanden ab. Statt eines regelmäßigen „Big Bang“-Updates aller Komponenten setzen wir auf fluide Optimierung und ermöglichen es Kunden so, bei jeder einzelne Komponente  genau die Version einzusetzen, die für sie Sinn macht.
  • Vendor Lock-in: Herzstück unseres Produkts ist die Stackable Plattform, die selbst als Open-Source-Produkt entwickelt wird. So stellen wir sicher, dass unsere Kunden jederzeit die von uns unterstützte Software so simpel wie möglich ausrollen und verwalten können.
  • Security: Sicherheit hat für viele unserer Kunden höchste Priorität. Dieser Verantwortung sind wir uns bewusst und bieten deshalb die Möglichkeit, jedes Cluster zu jeder Zeit umfassend abzusichern.
  • Infrastructure-as-Code (IaC): Komplizierte Klickanleitungen, Screenshots der Benutzeroberfläche? Nein danke. Wir setzen auf den IaC-Ansatz!
  • Integration: Statt die Architektur der Kunden „verbiegen“ zu wollen, passen wir unsere Lösung an deren Architektur an und stellen eine nahtlose Integration sicher.

Stackable als Cloudera-Alternative?

Ganz klar: ja! Viele Unternehmen stehen aktuell vor der Aufgabe, eine bestehende CDH 5/6 oder HDP 2/3 Plattform zu migrieren. Wir bieten mit der Stackable Plattform eine Alternative für Cloudera CDH und HDP Kunden, die genau zum richtigen Zeitpunkt kommt.

Du möchtest mehr über unsere Pläne erfahren? Kein Problem! Wirf doch einen Blick in unsere öffentlich zugängliche Roadmap oder nimm selbst teil an unserem nächsten öffentlichen Planungsmeeting für Q2/2021 am 26.02. von 11:00 – 12:00 Uhr. Oder melde dich zu unserem Newsletter an und verpasse nichts!


Lars Francke

Als CTO bei Stackable setzt Lars seine langjährige Erfahrung im Big-Data-Umfeld ein, um ein Produkt zu bauen, das er sich für seine Kunden immer gewünscht hat. Seit über zehn Jahren ist Lars im Big-Data-Markt als Berater tätig und auch als Committer (z.B. Apache HBase, Apache Hive) in der Open-Source-Community aktiv. In dieser Zeit hat er über 50 Kunden betreut und Erfahrungen gesammelt, die jetzt in das Stackable-Produkt fließen.

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