Stackable: Wer oder was ist das eigentlich?

Vor ein paar Wochen haben wir bereits angekündigt, woran wir bei Stackable arbeiten: an einer Distribution für Open Source Big Data Software für On-Premise und die Cloud.
In diesem Blogpost möchten wir nun mehr über unsere Entstehungsgeschichte erzählen und Einblicke geben, warum wir uns entschieden haben, diesen Weg zu gehen.

2008 – Wie wir unsere Nische fanden

Für mich begann alles 2008, als ich Apache HBase entdeckte. Für diejenigen, die nicht wissen, was HBase ist: Es handelt sich um eine „Datenbank“ für Big Data Use Cases, modelliert nach dem Google BigTable Paper. Ich fühlte mich sofort heimisch bei HBase, der Community und der gesamten Open-Source-Bewegung.

Von diesem Startpunkt aus begann ich als Berater rund um Big-Data-Projekte, wurde ein Committer für HBase, Apache Hive und andere Projekte. 2016 gründeten Sönke Liebau, Lars George und ich gemeinsam OpenCore, ein Unternehmen mit ebendiesem Fokus: Big-Data-Beratung.

Schnell merkten wir: Mit unserem Angebot füllen wir eine stark nachgefragte Nische. Wir konzentrierten uns auf sehr kurze, aber fokussierte Einsätze: Trainings, Deployments, Feuerwehreinsätze, Architekturhilfen vor Ort, waren aber auch immer bereit, unsere Kunden anderweitig flexibel und mit Hands-on-Mentalität zu unterstützen. Ziel war es immer, unsere Kunden zu befähigen, sich selbst zu helfen. Das hat es uns zum einen ermöglicht, als sehr kleines Team viele Kunden auf der ganzen Welt zu betreuen; zum anderen konnten wir so auch mit zahlreichen anderen Beratungshäusern kooperieren, da sich unsere Geschäftsmodelle perfekt ergänzen.

2019 – Cloudera & Hortonworks: Wie wir zu einer Community wurden

Das bringt uns ins Jahr 2019, als die Softwarehersteller Cloudera und Hortonworks ihre erfolgreiche Fusion und nur kurze Zeit später eine für Kunden große Veränderung bekanntgaben: Sämtliche bisher kostenfreien Cloudera-Dienste sollten künftig nur noch hinter einer Paywall bzw. einem Abonnement zur Verfügung stehen. Zudem sollten eine Preiserhöhung für bereits kostenpflichtige Dienste und eine neue Cloudstrategie folgen. Zwar traten die angekündigten Änderungen erst im Frühjahr 2021 in Kraft, doch erreichten uns seit der Bekanntgabe zahlreiche Anfragen von Cloudera-Kunden, die sich über Alternativen informieren und austauschen wollten. Für uns war deshalb schnell klar: Hier herrscht Handlungsbedarf! Bereits im Dezember 2019 fand das erste von zahlreichen Meet-ups mit rund 30 deutschen Unternehmen der Branche statt. Das Ziel: Austausch, Wissenstransfer und der Aufbau einer Open-Source-Community, die bis heute besteht.

2020 – Wie aus der Community Stackable entstand

Dieser wiederholte Austausch mit „Gleichgesinnten“ war und ist für alle wertvoll und hat im Wesentlichen vier Herausforderungen bzw. Anforderungen hervorgebracht, die allen gemein sind:

  • Flexibilität: Besonders vor dem Hintergrund der sich immer schneller entwickelnden Technologien ist der Wunsch nach weniger starren Lösungen groß. Insbesondere beim Thema Updates wünschen sich viele der Unternehmen fluide Optimierungen, die sich gut in den laufenden Betrieb integrieren lassen, statt einzelner großflächiger und z. T. mehrmonatiger Aktualisierungen.
  • Security: Mit der Anzahl der eingesetzten Cluster steigt auch die Komplexität in deren Absicherung. Erfolgskritisch für viele Anwender ist deshalb ein ganzheitliches, integriertes und transparentes Security-Konzept von der Authentifizierung über Autorisierung und Auditing bis hin zu Governance u. v. m.
  • Infrastructure as a Code: Auch beim Thema Infrastruktur spielen Einfachheit und Flexibilität eine immer größere Rolle. Entsprechend besteht der große Wunsch, die Infrastruktur in versionierbarem Code zu beschreiben statt über eine grafische Oberfläche.
  • Preis: Natürlich spielt – auch vor dem Hintergrund der Cloudera-Entwicklungen – das Thema Preis bzw. Lizenzmodell eine große Rolle. Modularität und Skalierbarkeit werden immer wichtiger und stehen derzeit noch bei nur wenigen Anbietern zur Verfügung.

2021 – Wie wir mit Stackable nun durchstarten wollen

All diese Punkte bildeten die Ausgangslage für die Entwicklung der Stackable-Plattform, bei der wir u. a. auf Infrastructure as a Code, auf Modularität und Flexibilität sowie die einfache Integration in bestehende Systeme und vor allem auf das Open-Source-Prinzip setzen, das sich bereits im Rahmen der Community bewährt hat. Mit der Gründung von Stackable im September 2020 haben Sönke und ich den Grundstein gelegt und möchten diesen ab sofort immer weiter ausbauen – mit der Unterstützung ebenjener Community, der wir die Idee und den Anstoß für Stackable verdanken. Dafür gilt Euch allen unser Dank!

Auch in Zukunft soll die Community weiter wachsen. Du möchtest Teil davon sein? Dann melde Dich jetzt zu unserem Newsletter an und verpasse keine Neuigkeit rund um Open Source, Cloudtechnologien oder unsere nächsten Blogbeiträge. Dort erfährst Du u. a. mehr zu unseren nächsten Schritten, der Distribution der Stackable-Plattform und dazu, wie Du diese testen kannst. Sei gespannt!

Jetzt zum Newsletter anmelden!


Lars Francke

Als CTO bei Stackable setzt Lars seine langjährige Erfahrung im Big-Data-Umfeld ein, um ein Produkt zu bauen, das er sich für seine Kunden immer gewünscht hat. Seit über zehn Jahren ist Lars im Big-Data-Markt als Berater tätig und auch als Committer (z.B. Apache HBase, Apache Hive) in der Open-Source-Community aktiv. In dieser Zeit hat er über 50 Kunden betreut und Erfahrungen gesammelt, die jetzt in das Stackable-Produkt fließen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

© Stackable.